Turnierstrategie nach Harrington – das 'M' und die Theorie der Zonen und Wendepunkte

Turnierstrategie nach Dan Harrington

Turnierstrategie nach Dan HarringtonAls zweimaliger World Series of Poker Bracelet Gewinner und durch die Popularität seiner Buchserie  ‘Harrington On Holdem’ ist Dan Harrington ein allgemein bekannter Name in der Pokerszene geworden. Dieser Artikel ist ein Leitfaden für das Schlüsselkonzept in der Pokerturnier-Strategie von Harrington und beschreibt wie Sie diese Strategie zu Ihrem Vorteil nutzen können. 

Die Konzepte von ‘M’, ‘Zonen’ und ‘Wendepunkten’ hängen eigentlich alle zusammen. Wenn Sie sich mit dem Konzept M vertraut machen, können Sie es auch auf andere Aspekte von Harrington’s Turnierstrategie anwenden.

‘M’ errechnet sich einfach aus dem Verhältnis der Höhe der Blinds (plus Antes) zu Ihrem aktuellen Chip-Stack. ‘M’ wird wie folgt berechnet: Ihre Chips werden durch die Grundeinsätze (Blinds und Antes) dividiert, die pro Runde gesetzt werden müssen. Haben Sie zum Beispiel 3000 Chips und die Blinds betragen 600, dann ist Ihr ‘M’ –Wert = 5.

Die Theorie hinter dem M-Konzept ist dazu da, Ihnen eine Abschätzung zu geben, wie viele Runden Sie in einem Turnier noch teilnehmen können ohne auch nur eine Hand zu spielen und Chips in den Pot zu investieren - abgesehen von den notwendigen Blinds und Antes. In dem Beispiel oben können Sie noch an 5 Runden teilnehmen bevor alle Ihre Chips durch die Zwangseinsätze aufgebraucht sind.

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Die grundlegende M-Punkte-Berechnung basiert auf einem Tisch mit 10 Spielern. Sind weniger Spieler am Tisch, ist man schneller wieder in den Blinds. Der M-Wert muss in diesem Fall dementsprechend angepasst werden. Wir haben zum Beispiel 5000 Chips, 5 von 10 Spieler sind noch im Spiel verblieben und die Blinds betragen insgesamt 500. Ihr wahrer M-Wert beträgt jetzt 5000/500 * 5/10 = 5.

Den M-Wert zu kennen hilft dabei, das Spiel dem Turnierverlauf optimal anzupassen. Der M-Wert (und das M der Gegner) bestimmt, in welcher M-Zone man sich befindet und welche Strategien in dieser Zone vonnöten sind, um optimale Turnierchancen zu haben. Harrington unterscheidet 5 M-Zonen.

Level

Zone

Korrektes Spiel

1

Grüne Zone

Ihr M ist über 20. Ihnen stehen alle Moves zur Verfügung, Sie können raisen, re-raisen oder mit spekulativen Händen wie Suited Connectors oder kleinen Paaren auf SetValue callen und haben immer noch genug Chips, wenn Sie eine Hand verlieren..

2

Gelbe Zone

Ihr M ist zwischen 10 und 20. Hier müssen Sie langsam mehr Hände spielen, da sonst Ihr Stack schnell von den Blinds aufgebraucht wird. Kleine Paare oder Suidet Connectors spielen sich nicht mehr so gut, da Ihre Implied Odds zu niedrig sind.

3

Orange Zone

Ihr M ist zwischen 6 und 10. Ihr Stack schwindet schon langsam, Sie müssen aggressiver spielen um im Turnier zu bleiben. In dieser Phase haben Sie nicht mehr viele taktische Möglichkeiten. Ihre Hände entscheiden sich meist schon vor dem Flop

4

Rote Zone

Ihr M ist 5 oder weniger. Sie haben alle Möglichkeiten verloren Moves zu machen, es gibt nur noch eines: All-In oder aussteigen. Wenn vor Ihnen noch niemand gelimpt oder geraist hat gehen Sie All-In, versuchen Sie die jetzt wertvollen Blinds zu stehlen oder suchen Sie die Chance um Aufzudoppeln- vermeiden Sie es unbedingt in die Tote Zone abzurutschen!

5

Tote Zone

Ihr M ist weniger als 1. Sie sind fast aus dem Turnier ausgeschieden. Vermeiden Sie es unbedingt in diese Zone zu rutschen! Jede High Card ist hier gut genug für ein All-In. Ein All-In von Ihnen wird mit Sicherheit gecallt werden.

Harrington-M-Zones-Inflection-Points

Dan Harrington hat seine Turnierstrategie darauf aufgebaut, einen so hohen M-Wert wie möglich zu haben. So wie Sie sich von der grünen Zone zur rote Zone bewegen verlieren Sie immer mehr Ihre Flexibilität, Spielzüge machen zu können. Sobald Sie in die rote Zone kommen werden Sie zur Aggressivität gezwungen.

Inflection Points beschreibt Harrington als Wendepunkte (oder der Übergang) zwischen den einzelnen Zonen. Diese entstehen durch das Verlieren eines hohen Pots oder durch das Ansteigen der Blinds. Berücksichtigen Sie Ihre Inflection Points, können Sie Ihr Spiel dem Turnierverlauf optimal anpassen. Ihr Ziel ist es immer, in einer so hohen Zone wie möglich zu bleiben.

Turnierstrategie nach Dan Harrington
 

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