Einführung in Pot Limit Omaha High-Low – PLO8 – SNGs

In diesem ausgezeichneten Artikel behandeln wir Pot Limit Omaha Hi-Lo (PLO8) SNGs Einführung
in die PLO Hi-Lo SNG Strategie

Ich habe in den letzten Monaten hunderte von 15+1 Turbo Pot Limit Omaha High-Low (PLO8) SNGs auf PokerStars gespielt und war zunächst sehr erfolgreich dabei, später dann mit einem ganz gewöhnlichen (und hoffentlich konstanten) 20%-igen ROI. Im Laufe der Zeit habe ich einige Notizen über meine Gedanken gemacht, wie man diese Spiele schlagen könnte. Die Liste unten kann Ihnen vielleicht – nicht unbedingt in der angegebenen Reihenfolge – einen Einblick in Online Pot Limit Omaha 8 or Better Sit N Go Turniere geben. Je tighter desto besser.  Sobald Sie in einer Hand sind, sollten Sie um Ihren ganzen Stack spielen.

  • Lassen Sie Ihre Gegner sich gegeneinander ausspielen. Die meisten Gegner werden sich mit Vergnügen gegenseitig eliminieren.
  • Sie müssen in der Lage sein, sowohl eine High Hand als auch eine Low Hand aufzuweisen, egal wie schwach sie sind
  • Ein einfaches A-2 kann in Cash Games problematisch sein, aber da kann man jederzeit seinen Stack wieder auffüllen. Es ist grenzwertig in einem Limit Turnier und geradezu tödlich in PLO8 Sit-and-Go Turnieren. Ohne irgendeine Rückversicherung wie Suited Aces und zwei Broadway Karten oder ein Mid-To-High Pair lohnt es sich nichteinmal zu limpen. Vielleicht auf den 2 ersten Levels, aber seien Sie sehr vorsichtig mit solchen Händen.

 

  • Mit einem großen Stack sollten Sie versuchen, alle Small Stacks mit allen möglichen Karten, besonders mit zwei Low Cards oder zwei High Cards anzugreifen. Sie sind selten mehr als 40% unterlegen und können einfach mal Glück haben.
  • Mit einem kleinen Stack und hohen Blinds (sagen wir, Sie haben weniger als das 2-fache  der Blinds) suchen Sie nach Händen, die mehrfach verwendet werden können. Besonders gut eignet sich eine, mit der Sie eine hohe Chance haben ein High zu treffen. Eine gute Low  Hand zu treffen ist schon schwieriger, da dies das Spiel in 30 % der Fälle nicht möglich macht. Deshalb brauchen Ihre Low Cards nicht sensationell gut zu sein: sie sind sowieso nur eine kleine Rückversicherung. Unnötig zu erwähnen: Ein As, besonders ein Suited Ace, verschafft Ihnen einen großen Vorteil. Mit solch einer Karte haben Sie eine hohe Chance sowohl ein High als auch ein Low zu treffen.
  • Sollte Ihr Stack wieder auf den Durchschnitt fallen, spielen Sie wieder tight. So haben Sie eine Chance, dass Sie von den anderen Spielern großzügig ausbezahlt werden, wenn Sie eine Monsterhand treffen.
  • Wenn die Blinds niedrig sind, haben Sie Pre-Flop ungefähr 0% Fold Equity. Und PLO8 Flops können Monsterhände im Handumdrehen in kleine Fische verwandeln. Also auch wenn Sie ein Monster halten, limpen Sie mit den Limpern. Zum Teufel mit großen Raises – Sie müssen nicht in einem riesigen Family Pot gamblen, schauen Sie sich den Flop an und peilen Sie die Lage.
  • Setzen Sie bei Draws nicht Ihre gesamten Chips - Pot Odds hin oder her - außer Sie haben mehr Chips als Ihr Gegner. Haben Sie aber schon eine starke Hand und einen starken Redraw gibt es keinen Grund, die Chips nicht in die Mitte zu schieben.
  • Wenn Sie am Turn oder River auf eine der Karte treffen, die Sie fürchten, freut sich mit Sicherheit ein anderer Spieler. Crying Calls müssen schon sehr kostengünstig sein.
  • Vier Broadway Karten sind noch keine Raising Hand, außer Sie glauben, dass Sie eine gute Fold-Equity besitzen. Das würde bedeuten, dass Sie einen großen Teil der Stacks der nach Ihnen agierenden Spieler einsetzen müssen, also etwa 40% oder mehr.
  • Niemand scheint etwas über das Gap-Konzept gehört zu haben. Ihre All-Ins werden mit jeder möglichen Hand gecallt, haben Sie also keine Angst sich zu commiten wenn die Blinds wirklich hoch werden.
  • Vergessen Sie nicht, dass ein Top Set nicht unbedingt eine ausgezeichnete Hand ist. Sie sollten stark setzen, um sich schnell den Pot zu verschaffen. Auf dem Turn werden Sie meist nichts Gutes treffen,  es sei denn Sie haben natürlich eine Menge Chips oder große Redraws. Ansonsten sollten Sie das Tempo drosseln. Mit einem Set auszuscheiden kann wirklich frustrierend sein.

 

  • Sie sollten mit Raises nicht übertreiben nur weil Sie eine spielbare Hand halten. Achten Sie darauf, dass Ihre Hände kombinierbar sind (starke Low Draws, 4 Broadways) oder die sich Short-Handed besser spielen (High Pairs, Zwei High/Zwei Low ohne Nut-Potential zu haben). Chips sind wertvoll - verschwenden Sie keinen einzigen davon, ohne einen triftigen Grund zu haben. Es sei denn Sie denken, dass Sie damit das Spielerfeld signifikant verkleinern oder sich den Pot sofort verschaffen können. .
  • Sogar mit Händen wie AAxx oder KKxx die in der Lage sind, das Spielerfeld auszudünnen, werden Sie wahrscheinlich nicht aus EP in der frühen Phase ein Raise tätigen: Pot Limit, erinnern Sie sich? Es wird Ihnen nicht gelingen, Ihre Gegner ausreichend unter Druck zu setzen. Anderseits können diese Hände in später Position groß geraist werden: die zusätzlichen Chips mehrerer Caller bedeuten, dass Sie jetzt in der Lage sind Fold Equity aufzubauen. Dies ist gut für Sie, lieber die Blinds einkassieren als stumpf in den Pot limpen und dann am Flop nicht zu wissen wo man steht.. Aber in Pötten mit einigen Limpern sieht das ein bisschen anders aus. Ein Pot-Size Raise kann jetzt genügen, alle anderen zum Folden zu bewegen. Wenn Sie den Pot nicht sofort mitnehmen können, werden Sie möglicherweise um Ihren ganzen Stack spielen, deshalb sollten Sie besser die Nuts floppen.
  • Seien Sie froh, wenn Sie in der frühen Phase Multiway-Pötte mit kleinen Bets gewinnen können, die in etwa 10-20% Ihres Stacks betragen. Vermeiden Sie in der späten Phase  Situationen, wo Sie nicht in der Lage sind, einen Gegner zu isolieren um mit ihm Heads-Up zu spielen, außer Sie haben natürlich eine zuverlässige Monsterhand. Ein Heads-Up ermöglicht es Ihnen den Pot auf 2 Wege zu gewinnen: ein Showdown mit der besten Hand oder mit Hilfe Ihrer Fold Equity.